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Medien, Wissenschaft und Emotionen: Erkenntnisse aus dem zweiten Webinar

    Am 26. Januar 2026 veranstaltete das europäische Projekt Media for Future sein zweites Online-Webinar und etablierte sich damit als wichtiges Forum für Reflexion und Diskussion über die Rolle der Medien in der Kommunikation des Klimawandels.

    Organisiert von der Universität Aveiro brachte die Veranstaltung 25 internationale Teilnehmende zusammen und förderte einen interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft, Journalismus und Kommunikation.

    Klimakommunikation: zwischen Wissenschaft, Medien und menschlichem Verhalten

    Das zweite Media for Future-Webinar widmete sich der zentralen Rolle der Klimakommunikation an der Schnittstelle von Wissenschaft, Medien und menschlichem Verhalten. Die Veranstaltung verfolgte einen integrierten Ansatz, der ökologische Nachhaltigkeit als wissenschaftliche Grundlage von Klimanarrativen hervorhob, die Rolle wissenschaftlicher und journalistischer Kommunikation bei der Vermittlung von Wissen an die Öffentlichkeit betonte und den Einfluss von menschlichem Verhalten sowie emotionaler Intelligenz auf die Aufnahme und Verarbeitung von Klimainformationen in den Blick nahm.

    Im Mittelpunkt standen zwei zentrale Fragen: Wie können Medien Umweltbewusstsein stärken und gesellschaftliche Verantwortung fördern? Und wie beeinflusst menschliches Verhalten die Interpretation und Wirkung von Klimainformationen? Beiträge der Expertinnen Paula Nunes da Silva und Dr. Sujata Gupta Kedar unterstrichen die Notwendigkeit, wissenschaftliche Genauigkeit mit empathischen, menschenzentrierten Kommunikationsstrategien zu verbinden.

    Zentrale Erkenntnisse aus der Diskussion:

    Das Webinar identifizierte eine Reihe zentraler Ansätze für die Zukunft der Klimakommunikation. Hervorgehoben wurden die Bedeutung klarer, zugänglicher und evidenzbasierter Kommunikation, die strategische Rolle der Medien bei der Förderung nachhaltiger Verhaltensweisen sowie die Notwendigkeit handlungsorientierter Ansätze, die Wissen in konkrete Veränderungen überführen.

    Eine der wichtigsten Botschaften der Diskussion war eindeutig: Informationen allein bewirken keinen Wandel – Kommunikation muss an die Emotionen, Werte und Lebensrealitäten der Menschen anknüpfen. Zu den zentralen Erkenntnissen zählen:

    • Effektive Klimakommunikation muss klar, zugänglich und wissenschaftlich fundiert sein und zugleich für unterschiedliche Zielgruppen relevant und verständlich bleiben.
    • Medien spielen eine entscheidende Rolle dabei, öffentliches Bewusstsein zu prägen und nachhaltigere Einstellungen und Verhaltensweisen zu fördern.
    • Die Wirkung von Kommunikation hängt nicht nur davon ab, was gesagt wird, sondern auch wie – einschließlich emotionaler, kultureller und kontextueller Aspekte.
    • Es ist entscheidend, handlungsorientierte Strategien zu entwickeln, die Wissen in konkrete Veränderungen übersetzen.

    Dieses zweite Webinar hat die Rolle von Media for Future als Impulsgeber für eine wirksamere, kollaborative und gesellschaftlich relevante Klimakommunikation weiter gestärkt. Die Veranstaltung trug nicht nur zum Wissensaustausch bei, sondern auch zur Vernetzung von Expert:innen und relevanten Akteur:innen.

    Mehr zu den Referentinnen:

    Paula Nunes da Silva ist Umweltingenieurin und eine anerkannte Expertin für Umweltkommunikation in Portugal. Sie ist aktiv in Initiativen wie dem Projekt „Criar Bosques“ bei QUERCUS engagiert und verfügt über umfassende Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Medien. Im Webinar brachte sie eine praxisnahe Perspektive ein, wie wissenschaftliches Wissen effektiv an die Öffentlichkeit vermittelt werden kann, und betonte die Rolle der Medien bei der Förderung von Bewusstsein und Engagement für Klimathemen.

    Dr. Sujata Gupta Kedar ist Entwicklungspsychologin und Wissenschaftlerin mit Expertise in menschlichem Verhalten, emotionaler Intelligenz und Lernprozessen. Ihre Arbeit untersucht, wie Individuen und Gemeinschaften Informationen wahrnehmen und Kompetenzen für Engagement und Veränderung entwickeln. In dieser Session zeigte sie auf, wie Verhaltens- und emotionale Faktoren die Interpretation von Klimabotschaften sowie deren Wirkung auf Einstellungen und Handlungen beeinflussen.

    Gemeinsam verbinden die Perspektiven dieser Expertinnen Umweltwissenschaft und Naturschutz mit menschlicher Entwicklung, Bildung und Verhalten und verdeutlichen, wie Medien sowohl Bewusstseinsbildung als auch konkretes Handeln im Bereich Klimawandel wirksam unterstützen können – genau im Fokus des Projekts Media for Future.

    Die Aufzeichnung des Webinars wird in Kürze verfügbar sein.

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